„Wer bist du?“ –
existenziell-phänomenologische
Selbst-Erkundungen
Seminar in Zusammenarbeit mit dem
Institut für Integrative Gestalttherapie
(IGW)
20. - 22. Feb. 2026
„Mit dem Ausdruck >Selbst< antworten wir auf die Frage nach dem Wer“, schrieb Heidegger (in "Sein & Zeit"). Aber die Frage nach dem Wer, dem Selbst ist keine einfache. Sie macht uns eher sprachlos, wie auch Khalil Gibran berichtete: „Nur ein einziges Mal machte man mich sprachlos. Das war, als mich einer fragte: >Wer bist du<?“ Tatsächlich erleben wir uns oft in einer konflikt-haften Spannung, in einem Zwiespalt mit uns selbst und wissen dann u.U. nicht mehr, wer was und wie ich bin. Dieses Phänomen hat auch die Existenzphilosophie beschäftigt. Für sie liegt in den Spannungsfeldern von sozialem vs. privatem Selbst, Sosein („Merkmals-Selbst“) vs. „eigentlichem“ Selbstsein, Ich und Selbst die Gefährdung der Selbstentfremdung, der „Uneigentlich-keit“ (Kierkegaard, Heidegger, Jaspers) oder „Unaufrichtigkeit“ (Sartre) –, zugleich aber auch die Möglichkeit einer Freiheit, die wohl eine spezifisch menschliche, personale ist: nämlich die Freiheit der existenziellen Wahl und Selbstbestimmung. Ein Anliegen der Gestalttherapie als einer phänomenologisch-existenziellen Methode besteht u.a. darin, einen erspürten Sinn für sich selbst (felt sense of self) zu entwickeln und uns wieder an unser „eigentliches“ Selbst-sein „rückzubinden“. Die sowohl theoretischen als auch selbsterfahrungsorientierten „Selbst-Erkundungen“ in diesem Seminar sollen nicht nur Anregungen für unsere therapeutische Arbeit mit Klient*innen geben, sondern auch für uns selbst als Therapeut*innen i.S. einer „Rückbindung“ an die existenzphilosophischen Wurzeln der Gestalttherapie.
Weitere Infos & Anmeldung
über die Existenzialpsychologische Bildungs-
und Begegnungsstätte
oder
IGW Würzburg