Existenzialpsychologische

 

Gestalttherapie 

 

 

In meiner Arbeitsweise lege ich den Schwerpunkt auf die existenzialphilosophischen Wurzeln der Gestalttherapie.

 

 

Dieser Ansatz geht davon aus, dass die Existenz des Menschen von zwei Grundstrebungen bestimmt ist: Alle Menschen wollen überleben, und alle Menschen streben nach einem erfüllten Leben. Der Aspekt des erfüllten Lebens kommt in dem existenzialistischen Aufruf

 

„Sei Du selbst und lebe Dein Leben!“

 

zum Ausdruck. Dieser bringt allerdings einige grundsätzliche existenzielle Konfliktspannungen bzw. Fragen mit sich, wie zum Bsp.:  

  • die Frage, inwieweit es trotz aller faktischen Gegebenheiten und Schicksal individuelle Freiheit geben kann;
  • die Frage, wie man das Streben nach Individualität, Authentisch-sein und Selbstbestimmung mit dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Gemeinschaft vereinbaren kann;
  • die Frage, wie unser konkret-leiblich gelebtes, vitales und emotionales Leben und unser abstraktionsfähiges Bewusstsein mit seiner Fähigkeit zu Fantasie und Reflexion in Einklang kommen können;
  • die Frage, wie man angesichts der vermeintlichen Sinnlosigkeit der Welt „trotz alledem“ einen Sinn im Leben finden kann.

Diese Themen und Fragen gehen einher mit Befindlichkeiten wie Freud und Leid, Angst und Verzweiflung, Schuld und Scham, Liebe und Einsamkeit usw., die durch eine existenzialpsychologische Sichtweise einem erweiterten und vertieften Verständnis zugänglich werden. 

 

Die Existenzialpsychologische Gestalttherapie versucht Menschen so zu begleiten, dass sie sich der "existenziellen Tiefe" öffnend zu ihrer wesens-gemäßen „Gestalt“ („wahren Selbst“) entwickeln können. „Therapie“ wird somit primär als Unterstützung zur „Selbstwerdung“ (Individuation) des Menschen verstanden. Auf dem Weg einer so verstandenen Individuation geht es vor allem um die innere Wandlung der Person durch Erfahrung, Einsicht und Übung (Dürckheim).

 

 

Methodisch beinhaltet dies u.a.:

 

Experimente, leerer Stuhl, Dialog- bzw. Polaritäten-

     arbeit

* Aktive Imagination und Traumarbeit

 Selbsterfahrung "am Leitfaden unserer Leiblichkeit"

    (incl. Arbeit am/mit dem Körperselbstbild)

* Kreative Medien, z.B. Malen, Arbeit mit Tonerde

* Arbeit mit heilsamen Ritualen

* Schreiben eines Prozess-Tagebuchs

* Gruppendynamische Prozessarbeit